Regenwassertonne aus Holz

In Gärten wird das Wasser zum Gießen und Sprengen vermehrt durch Regenwasser gewonnen. Meistens eignen sich dafür alte Topfe und Fässer, auch ein großer Eimer an einem kleinen Vordach kann zum Wasser sammeln genutzt werden. Aber schön sehen diese Provisorien nicht aus!

Das spricht für eine handelsübliche Regenwassertonne. Neben den einfachen, grünen Behältern sind derzeit sehr viele schöne Regentonnen auf dem Markt, da kann die Wahl wirklich schon schwierig werden. Manch einer möchte aber lieber ein Naturprodukt im Garten statt Kunststoff. Das ist natürlich auch möglich: Mit einer Regentonne aus Holz.

Die Regentonne aus Holz

Hölzerne Regentonnen können allerdings auch wieder verschieden sein: Es gibt welche, bei denen wird ein altes, originales Weinfass als Regentonne verwendet. Andere werden genau in dieser Form des Fasses nachgebaut und können mit nützlichem Zubehör dem originalen Fass überlegen sein.

Einiges zum Thema „Regentonne“ aus Holz habe ich heute auf dieser Seite zusammengetragen, wenn ich auch zugeben muß: Mir sind die Kunststofftonnen lieber. Die vielen unterschiedlichen Stilrichtungen und der kaum vorhandene Pflegeaufwand haben mich im laufe der Jahre überzeugt.

Überblick

 

Eine Regentonne aus Holz kaufen

Regentonne aus Holz: Das war mal ein echtes Weinfaß

Regentonnen gibt es gerade im Frühling an vielen Stellen zu kaufen. Bau- und Gärtenmärkte haben immer welche vorrätig, und das auch in unterschiedlichen Größen. Allerdings beschränken diese sich meistens auf einfache Kunststoffbehälter, die in grün oder blau schon seit Jahrzehnten Regenwasser sammeln.

Einige Designer – Regentonnen sind aber auch hin und wieder im Angebot: Der Baumarkt meiner Wahl hat neben den einfachen Regentonnen auch immer einige Wandtanks auf Lager.

Das Schöne ist, hier können Sie die Regenwassertonnen persönlich anschauen, anfassen und vielleicht auch einmal anheben, um das Gewicht zu prüfen. Allerdings werden Sie kaum fündig, wenn Sie eine Regentonne aus Holz kaufen möchten.

Da helfen dann eventuell der Anzeigenteil der Zeitung, oder Sie fragen selbst einmal bei einer Brauerei nach. Manchmal werden dort ausrangierte Weinfässer zum Kauf angeboten, allerdings sind diese dann natürlich in ihrem Ursprungszustand und nicht für die Funktion einer Regentonne vorbereitet.

Hier helfen dann nur spezialisierte Anbieter, die sich natürlich vorzugsweise im Internet finden lassen. Und ich meine damit nicht nur Amazon: Es gibt noch weitaus mehr Anbieter, die gebrauchte oder neue Regentonnen aus Holz anbieten.

Bei gebrauchten Fässern müssen Sie sich um die Dichtheit keine Sorgen machen: Wenn diese ordentlich behandelt wurden, werden sie auch nach der Lagerung von Wein noch über lange Zeit dicht sein. Bei nachgebauten Regentonnen ist das schon nicht mehr so einfach zu überprüfen: Selbst eine Wasserprobe kann nicht garantieren, daß die Tonne im Innern so gut imprägniert ist, daß sie auf lange Zeit dicht bleibt.

Bei originalen Weinfässern wird auch fast immer versucht, die originalen Schriftzüge auf dem Holz möglichst bestens zu erhalten. Solch eine Patina bringt natürlich zusätzlich einen gewissen Charme, der den nachgebauten Tonnen fehlt. Auch wenn vielleicht nachträglich etwas aufgetragen wurde: Original ist es eben nicht.

Diese ganzen Geschichten spiegeln sich natürlich auch beim Preis wider. Gerade bei Regentonnen aus Holz gibt es eine ziemlich große Preisspanne, und nicht immer liegt das nur alleine am Material. Alter und Geschichte der Tonne spielen ebenso eine Rolle wie die Menge des Inhaltes. Hier kommt wieder einmal der Vorteil des modernen Internets: Ohne die Wohnung zu verlassen und lange Wege zurück zu legen, können Sie die Angebote verschiedenen Hersteller und Anbieter vergleichen.

 

Zubehör für die hölzerne Regentonne

Viel Zubehör wird ja für so ein Regenfass nicht benötigt. Wie bei allen anderen Regentonnen auch erleichtert ein Wasserhahn die Entnahme von Regenwasser, allerdings ist die Anbringung in der Mitte der Tonne in der Praxis nicht die beste Lösung: Das Wasser unter dem Hahn können Sie so nicht mehr nutzen. Günstiger ist es also, ganz unten eine Möglichkeit zu schaffen und das Faß auf einen Sockel zu stellen.

Viele Regentonnen aus Holz haben einen abnehmbaren Deckel, zumindest trifft das auf die industriell hergestellten Nachbauten zu. Weinfässer haben diesen Deckel in der Regel nicht: Da kann das Wasser also auch nicht von oben mit einer Gießkanne entnommen werden. Für den Zulauf vom Fallrohr müssen Sie nun aber nicht ein riesiges Loch in den Deckel schneiden: Ein Füllautomat benutzt als Verbindung zur Regenwassertonne nur einen kleinen Durchmesser und läßt sich ganz gut an der Rückseite des Fasses installieren.

Regenfass mit Schwengelpumpe

Weiterhin ist es auch möglich, auf den Wasserhahn komplett zu verzichten und statt dessen eine Schwengelpumpe auf das Fass zu setzen. Das sieht noch einmal ganz besonders schön aus und erinnert an alte vergangene Tage. Damit haben Sie dann eine schöne Dekoration im Garten, die aber auch bestens auf der Terrasse oder sogar auf dem Balkon aufgestellt werden kann.

Zum Bewässern für den Garten ist sie aber eher nicht geeignet. Denn der praktische Betrieb mit einer Gießkanne ist sehr anstrengend, außerdem passen auch nur relativ kleinen Kannen darunter.

Diese Regentonne aus Holz mit der Schwengelpumpe ist eher ein Designerstück,das aber in der richtigen Umgebung sehr beeindruckend wirken kann. Ich habe sie schon eingebaut in eine hübsche Terrassendekoration in einem Kleingarten gesehen, und das sah wirklich gut aus.

Es gibt ja generell immer wieder findige Gärtner, die aus allem möglichen eine Regentonne basteln können. Holz ist dabei natürlich ein dankbares Material: Sie können auch eine handelsübliche Plastetonne mit Holz verkleiden. Das hat den Vorteil, daß sie beim Design freie Hand haben, und daß die Tonne auf jeden Fall dicht bleibt.

Eine Regentonne aus Holz muß auch nicht immer ein Faß sein. Es gibt noch andere Holztonnen, die mit einem Faß gar keine Ähnlichkeit haben und teilweise sogar besser genutzt werden können. Bestes Beispiel sind die Regenwassertonnen aus Holz von „Beckmann *“: Diese werden seit vielen Jahren hergestellt und haben sich den Ruf einer hervorragender Qualität erworben.

 

Regentonne aus Holz aufstellen

Holz ist ja ein reines Naturprodukt. Das ist natürlich erst einmal schön, hat allerdings auch einige Besonderheiten, die Sie berücksichtigen sollten. So kann man eine Regentonne aus Holz bestens an die äußere Umgebung anpassen, allerdings sollten die Einflüsse von Witterung und Umwelt nicht unbeachtet bleiben.

Wenn die Regentonne völlig trocken ist, zieht sich Holz immer etwas zusammen. Bei Feuchtigkeit dehnt es sich dann wieder aus, „das Holz arbeitet„, wie man so sagt. Das kann vielleicht für Verwirrung sorgen, wenn Sie an Ihrer ausgetrockneten Tonne bemerken, daß sich zwischen den Dauben (so bezeichnet man die Längshölzer bei Holzfässern) kleine Zwischenräume gebildet haben. Das hat aber auf die Praxis kaum einen Einfluß, denn wenn das Wasser in die Tonne kommt, dehnt sich das Holz wieder etwas aus und dichtet somit diese Stellen ab. Deshalb kann es bei nagelneuen Regentonnen aus Holz passsieren, daß sie anfangs ein klein wenig undicht sind. Das gibt sich aber nach einer kurzen Zeit wieder.

Zum Aufstellort ist nicht mehr zu sagen, als bei allen anderen Regentonnen auch gilt: Vor allem gerade muß das Faß stehen, bei Schieflage kann es in einem weichen Boden einsinken und umkippen. Auch würde ich ein Regenfaß aus Holz nicht in die pralle Sonne stellen: Wie auch bei den Kunststofftonnen ist das nicht gut für das Regenwasser im Innern.

Feuchtigkeit von Außen verträgt auch das gut imprägnierte Holzfass nicht auf Dauer. Achten Sie deshalb darauf, daß es möglichst trocken steht, also nicht mit  feuchter Erde in Berührung kommt. Eine Steinplatte oder auch eine Kiesschicht sollte das Holz von der Erde trennen, damit der Holzboden nicht anfängt zu faulen.

Pflege und Wartung einer Regentonne aus Holz

Die modernen Regentonnen aus Kunststoff sind in der Regel völlig wartungsfrei: Überwiegend sind sie sogar frostsicher und können auch im Winter mit Wasser gefüllt stehen bleiben. Wie ist das nun bei einer Regentonne aus Holz?

Holz ist ja doch ein wenig empfindlicher der Witterung gegenüber und sollte im Winter besser frostfrei untergebracht werden. Dazu ist es vor dem Wegstellen noch einmal gründlich von außen zu säubern, damit kein Ungeziefer mit überwintert und eventuell der Regenwassertonne schaden kann.

Nun hört und liest man manchmal, daß der Freost auch der gefüllten Regentonne aus Holz weniger ausmacht als den Plastebehältern. Gut, da mag was wahres dran sein: Wenn das Wasser in der Tonne friert und sich ausdehnt, dehnt sich das Holz in gewissen Grenzen auch aus. Allerdings würde ich meinem Regenfass diese Tortur nicht zumuten: das ewige Ausdehnen und Zusammenziehen wird auf Dauer nicht gut gehen. Mir jedenfalls wäre meine Regentonne aus Holz für solche Experimente zu schade.


Bildquellen: Amazon