Geruch von der Regentonne

Manchmal ist es so, daß man machen kann, was man will: Die Regenwassertonne, die ehemals auch so schönes klares Wasser zur Sprengen bereit gestellt hat, fängt auf einmal an, übel zu riechen. Das Wasser ist auch nicht mehr so klar wie am Anfang. Woran kann das liegen?

Was tue ich gegen den Geruch in meiner Regentonne?

Am meisten treten diese unangenehmen Gerüche auf, wenn das Wasser schon lange steht und kein neues hinzugekommen ist. Klar, ohne Zufuhr von Sauerstoff fängt es an zu faulen.

Das passiert zwar dem fleißigem Gärtner nicht oft, weil er ja das gespeicherte Regenwasser regelmäßig entnimmt und zum Bewässern seines Gartens nutzt, aber wenn man einige Wochen nichts getan hat, vielleicht waren Sie ja im Urlaub, passiert es eben.

Was kann man nun gegen den Geruch machen?

  1. Wenn es schon soweit ist, daß das Wasser trübe ist und faulig riecht, muß es raus. Entweder Sie lassen es auf Ihre Beete, oder im Garten versickern. Aufbereiten läßt sich so ein Wasser nicht mehr, denn es ist mit Fäulnisbakterien versetzt.
  2. Damit es erst gar nicht soweit kommt, wendet die Gärtner ganz unterschiedliche Methoden an. Eine Möglichkeit wäre, sogenannte Sauerstoffpflanzen, wie man sie auch aus dem Gartenteich kennt, in die Tonne zu werfen. Natürlich nicht zu viel, eine Hand voll genügt. Es soll helfen, selber habe ich es noch nicht probiert, weil:

Ich nutze das Regenwasser ständig, bei mir hat es kaum eine Chance, Fäulnis zu bilden.

Regenwasser ablassen

Wenn das Wasser fault, sollte es abgelassen werden und die Regentonne muß ordentlich gespült werden.

Ich hatte selbst dieses Problem noch nicht, bei mir hat es noch nie gefault, allerdings:

  • Ich nutze das Wasser, wie schon gesagt, ständig, im Sommer jeden Tag, solange es die Regentonne hergibt
  • Ich stelle meine Tonnen nie in die pralle Sonne. Denn durch diese Aufheizung wird das Bilden der Beakterien noch gefördert.
  • etwa alle zwei Monate lasse ich das Wasser total raus aus der Regentonne. Dazu achte ich auf den Wetterbericht: Wenn einige Tage mit viel Niederschlägen angesagt sind, ist das optimal. Schnell das alte Wasser rauslassen, es regnet mehr oder weniger stark, und schon ist wieder frisches in der Regentonne.

Das sind eigentlich schon die wichtigsten Fakten, die Sie beachten sollten. Die Tonne möglichst im Schatten aufstellen, eventuell so bepflanzen, daß sie eben nicht die pralle Sonne abbekommt, das Wasser immer schön verbrauchen, und hin und wieder auch einmal ganz herauslassen.

Dann dürfte es kaum vorkommen, daß das gesammelte Regenwasser fault.

Ein weiterer Aspekt ist eingeschwemmtes Laub von den Bäumen, schlimmer noch Tannennadeln. Dagegen hilft ein Laubsieb, das aber gerade im Herbst auch hin und wieder gereinigt werden muß. Gute Erfahrung konnte ich auch mit einem käuflichem „Regensammler“ machen. Ein einebauter Filterkorb hält dabei alle Blätter zurück, muß allerdings ab dem Spätsommer jede Woche geleert werden. Da er bei mir aber auf Augenhöhe angebracht ist und ich bequem herankomme, ist das weiter kein Problem.

In dieser Regentonne ist aber dann im Vergleich zu den anderen ohne Regensammler weitaus weniger Schmutz vorhanden.

Geruch durch verendete Tiere

Eine Regenwassertonne sollten Sie immer abgedeckt stehen lassen. Erst einmal verdunstet dadurch nicht so viel Wasser, andererseits stellt eine offene Tonne eine große Gefahr für wildlebende Tiere dar.

Kleinere Vögel verirren sich auf der Suche nach Wasser oft in solch einer Tonne, und von selbst kommen sie da meistens nicht mehr heraus. Aber auch größere Tiere wie Katzen, Mäuse und Eichhörnchen sind schon in einer Regentonne gefunden worden. Wenn diese dort längere Zeit unbemerkt verwesen können, wird die Regentonne bald sehr unangenehm zu stinken anfangen.

Also besser immer einen Deckel auflegen, oder durch andere Maßnahmen verhindern, daß eben fremde Tiere in die Regenwassertonne fallen können.